17.12.2017

Hier einige Tipps zur Ernährung im Winter nach den Regeln der 5-Elemente-Ernährung:

Im Winter muss - chinesisch gesprochen – das Yang geschützt und bewahrt werden. Yang ist im Körper die wärmende Energie. Bei einem Mangel frösteln wir von innen heraus, frieren am Rücken und es fehlt uns jeglicher Antrieb; Aufmerksamkeit und Konzentration leiden.

In der 5-Elemente-Ernährung der TCM werden nicht nur tatsächlich kalte und warme Speisen sondern auch in ihrer Wirkung auf den Körper energetisch „kalte“ und „warme“ Nahrungsmittel unterschieden:

Deshalb sollten thermisch kalte Speisen und Getränke (z.B. aus dem Kühlschrank) reduziert werden, aber auch energetisch „kalte“ Speisen wie Tiefkühl- und Fertiggerichte, aber ebenso auch z.B. Südfrüchte und Milchprodukte im Übermaß und Fabrikzucker.

Zu empfehlen sind wärmende Lebensmittel wie z.B. Lauch, Fenchel, Aubergine, Dinkel, Buchweizen, Amaranth, Leinsamen, Mandeln, Walnüsse, wärmende Fleischsorten wie Lamm, Wild, Huhn, Ente besonders in Eintöpfen. Traditionell verwenden wir ja auch während der Winterzeit vermehrt Gewürze wie Sternanis, Gewürznelken, Zimt, Kümmel, Kardamom, Lorbeer, Anis oder Koriander. Geeignet sind „yangisierende“, d.h. thermische Energie zuführende Zubereitungsweisen wie Kochen, Backen, Braten.

Beim Geschmack entspricht die Qualität „salzig“ dem Wasserelement des Winters. Sparsam verwendet stärken salzig schmeckende Speisen dieses Element. Aber ein zu hoher Salzkonsum wie bei uns durch Wurstwaren, Käse, Fertigprodukte und Knabberartikel schwächt und schädigt die Niere.

Auch unsere Mitte, das Verdauungssystem, chinesisch dem Element „ERDE“ zugeordnet, verlangt im Winter nach besonderer Aufmerksamkeit und wird durch warme Gerichte mit süßlichem Geschmack (aber nicht gezuckerte) unterstützt.

Das folgende Rezept nährt besonders „ERDE“ und "WASSER"(Zutaten des Rezepts aus dem Element ERDE: “E“ und aus „WASSER: „W“). Man vergisst aber zum Ausgleich auch nicht die anderen Elemente „HOLZ“ (H), „FEUER“ (F) und „METALL“(M).

 

Möhrensuppe mit Ingwer
(Für 4 Personen, Quelle: Dr. U. Siedentopp, Arzt und Ernährungswissenschaftler)

Zutaten:
600 g Möhren (E)
100g Zwiebeln (E)
1 mittelgroße Kartoffel (E)
15g geschälte, frische Ingwerwurzel (M)
0,6 L Gemüsebrühe
½ zerdrückte Knoblauchzehe (M)
½ Bund Schnittlauch (M)
Pfeffer schwarz (M)
Meersalz (W)   
Vollrohrzucker (E)
1 EL Butter (E)
125 ml Sahne (E)
Obstessig (H)
Cayennepfeffer (F)

Zubereitung:
Möhren, Kartoffel und Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Die fein gehackten Ingwerstückchen zusammen mit den Zwiebelstücken in Butter andünsten. Kleingeschnittene Möhren dazugeben, kurz mitschmoren und dann mit der Gemüsebrühe auffüllen. Suppe ca. 20 min. köcheln lassen, bis die Möhren weich sind. Vom Herd nehmen, mit dem Stabmixer pürieren und mit Sahne verfeinern. Suppe mit schwarzem Pfeffer, Meersalz und etwas Vollrohrzucker, anschließend mit Obstessig und einer Prise Cayennepfeffer abschmecken. Schnittlauch in Röllchen schneiden und die Suppe damit garnieren.

Wirkungsweise aus der Sicht der TCM:
Die Möhrensuppe mit Ingwer nährt und wärmt die „Mitte“, stärkt die Lebensenergie „Qi“ und Yang und vertreibt Kälte und Schleim.